Klasse 8a

 Einblicke in das Alltagsleben von Heimbewohnern

Am 16.4.2018 traf sich die Klasse 8a der Realschule Niefern mit Ihren Lehrerinnen Birgit Kratzer (Klassenlehrerin) und Dorothea Knop (Organisation Profil AC) am Johanneshaus in Öschelbronn. Der Grund unseres Besuches war, sich einen Einblick in den Tagesablauf der Bewohner und Mitarbeiter zu verschaffen.
Empfangen wurde unsere Klasse von Janina Hrustic, Michael Watzleben und Herrn Blank, dem Geschäftsführer des Johanneshauses. Am Anfang hielt Herr Blank eine kurze Rede und erklärte uns, was wir alles sehen würden.
Als erstes wurde uns Schülerinnen und Schülern das Ernst Zimmer Haus gezeigt. Dort leben insgesamt 50 Bewohner. Im Ernst Zimmer Haus gibt es drei Bereiche. Im ersten Bereich wohnen 18 Bewohner, die noch sehr fit unterwegs sind.  Im zweiten Bereich brauchen die Bewohner etwas mehr Pflege und im dritten Bereich benötigen die Bewohner die volle Pflege. Das heißt, die Senioren werden rund um die Uhr gepflegt und versorgt. Zu den einzelnen Räumlichkeiten wurde uns viel erklärt. Auf manchen Etagen befinden sich Geräte, die den Pflegern helfen die Senioren in die Rollstühle oder aus den Betten in die Rollstühle zu heben oder zu setzen.  Auf einer großen Veranda können die Bewohner Kaffee trinken oder Kuchen essen. Auf jeder Etage befindet sich außerdem eine Küche, in denen die Senioren mit den Pflegern zusammen kochen oder backen dürfen.
Nachdem wir das Ernst Zimmer Haus erkundet hatten, gingen wir ins Johanneshaus. Im Erdgeschoss befinden sich ein Aquarium, ein kleines Lebensmittelgeschäft, ein Festsaal, ein Buchladen, ein Frisör, ein Textilgeschäft, …  und in der Mitte eine Sitzmöglichkeit. Hier können sich die Bewohner jederzeit treffen und haben die Gelegenheit sich auszutauschen. Im Johanneshaus können sich die Bewohner entscheiden, ob sie  eine Ein-, Zwei- oder Dreizimmerwohnung mieten wollen. Auch die Mitarbeiter können sich hier bei Bedarf eine eigene Wohnung mieten. In den Wohnungen gibt es jeweils ein oder mehrere Zimmer, ein Badezimmer mit WC und eine kleine Küche, in der die Bewohner selber kochen können. An allen Treppen gibt es kleine Absperrungen, damit die Bewohner nicht die Treppen runterfallen oder sich sonst irgendwie verletzen. Im Untergeschoss gibt es für jeden Bewohner ein Postfach für Zeitungen und Briefe.
Über das ganze Gelände des Johanneshauses sind Gärten angelegt, geeignet für abwechslungsreiche Spaziergänge. Auch unsere Klasse durfte einen Spaziergang durch den Garten zur Schafweide machen. Die Senioren haben hier die Gelegenheit die Tiere zu streicheln und mit ihnen Spaß zu haben.
Am Ende der Führung wurden wir im Festsaal mit leckeren süßen Stückchen und Getränken erwartet. Wir bekamen dabei die Gelegenheit, uns mit den Angestellten des Johanneshauses auszutauschen. Herr Federspiel (Pflegedienstleitung Ambulanter Dienst) zeigte uns in einer Powerpoint-Präsentation zum Abschluss ausführlich, was die Arbeit mit Senioren interessant macht, wie viele Leute heutzutage als Altenpfleger benötigt werden, welche Verdienstmöglichkeiten es gibt, wie lange die Ausbildung dauert und welche Fortbildungen und damit verbundene Aufstiegsmöglichkeiten es gibt.
Mit neuen Erkenntnissen und vielen Eindrücken über das Leben in einem Seniorenheim machten wir uns auf den Nachhauseweg.
Vielen Dank an das Johanneshaus!       Carina Glöckner

 

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 Angst vor Referaten? – Lampenfieber gehört dazu

Jeder, der im Laufe seiner Schulzeit schon einmal ein Referat oder gar eine GFS (gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) halten musste, weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt. Manch einer muss zusätzlich auch noch mit Lampenfieber und Angst vor der schriftlichen Ausarbeitung kämpfen.
Auch wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der RS Niefern, hatten schon das ein oder andere Mal ein mulmiges Gefühl beim Vortragen. Aus diesem Grund besuchte uns Herr Hille. Er gab uns etliche Tipps, wie wir unsere Präsentationen verbessern können. Eine seiner wichtigsten Aussagen war: „Liebt euer Publikum! Habt Freude an eurem Vortrag!“ Herr Hille versuchte uns klarzumachen, dass dies die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen einer Präsentation sei.
Uns wurde bewusst, dass es notwendig ist, seine GFS rechtzeitig anzufangen. Die Auswahl der Medien muss gut durchdacht sein und der Einsatz fleißig geübt werden. Es gilt der Grundsatz: Das wichtigste Medium ist der Vortragende selbst mit seiner Stimme, seiner Mimik und seinem Verhalten. Sehr viele Powerpoint-Präsentationen erfüllen dieses Kriterium nicht, weshalb man in diesem Falle besser gleich ein Skript zum Lesen austeilen und auf den Vortrag verzichten kann.
Eine weitere wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer GFS ist die unermüdliche Suche nach Schlagwörtern passend zum Thema. Das Recherchieren im Internet und das Aufsuchen einer Bibliothek ermöglichen es, aus seinem ausgewählten Thema eine Geschichte entstehen zu lassen. Die kann man sich gut merken und deshalb auch nach langer Übung spannend vortragen. Sorgfältig ausgewählte Effekte halten die Aufmerksamkeit des Zuhörers wach.
Lampenfieber? Das gehört zu jedem Vortrag. Auch da helfen ein paar einfache Tricks wie zum Beispiel Hände kneten. Kalte Hände fühlen sich nicht gut an. Wo befindet sich das Lampenfieber? Im Bauch? Dann kann man versuchen, dieses mit den Händen einfach wegzustreichen.
Nun sind wir fertig mit unserem Vortrag, aber wie könnte man ihn zu Ende bringen? Man sollte sich eine tolle Idee einfallen lassen, sich zum Beispiel in die Perspektive einer anderen Person hineinversetzen und sich als Professor von den Mitschülern verabschieden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Wir sagen Herrn Hille herzlichen Dank für seinen lehrreichen und lebhaften Vortrag über Tipps und Tricks zum Gelingen unserer Referate. Wir sind nun bestens für unsere GFS vorbereitet.
Tabea Bastian, Klasse 8a RS

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MUM-Gruppe der RS Niefern im Johanneshaus

Gespannt auf den vor uns liegenden Höhepunkt unseres MUM-Projektes (Wahlpflichtfach Mensch und Umwelt), kamen wir Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a am Donnerstag, dem 26.10.2017, gemeinsam mit Frau Kratzer und Frau Bruckner pünktlich um 15 Uhr zur Pforte des Johanneshauses Öschelbronn. Nach einer kurzen Besprechung wurden wir von Frau Grießer in den Aufenthaltsraum geführt, wo zahlreiche Bewohnerinnen, es waren ausschließlich Damen anwesend, noch am Kaffeetrinken waren.
Während der Ansprache unserer Fachlehrerin mussten wir feststellen, dass viele Bewohnerinnen nicht mehr gut hören konnten.
Beim anschließenden Unterhaltungsprogramm trugen wir eigene Herbstgedichte vor. Die Rätselfragen von Emil und Finn wurden mit großem Eifer und beeindruckendem Allgemeinwissen richtig beantwortet. Außerdem ernteten die beiden Querflötenstücke von Frau Bruckner und Carina sowie unsere einstudierten Lieder großen Applaus.
Der Kanon "Hejo, spann' den Wagen an" und das Volkslied "Bunt sind schon die Wälder" waren den Seniorinnen bekannt und wurden daher eifrig mitgesungen.
Unser selbst entwickeltes Sinnesspiel mit im TW-Unterricht genähten Fühlsäckchen verlangte von uns im Umgang mit den Seniorinnen Einfühlungsvermögen und wurde schließlich ein großer Erfolg.
Als Belohnung für die Mühe im Erraten der gefühlten Gegenstände bekam jede Mitspielerin ein ebenfalls im Unterricht genähtes kleines Kirschkernkissen mit liebevoll hergestellter Anleitung zu dessen Gebrauch. Die Freude darüber konnte man den Bewohnerinnen ansehen.
Lara überreichte den Anwesenden wertschätzend ihre mühsam gebastelten Kastanienketten.
Nachdem uns Kuchen und Getränke angeboten wurden und wir uns ungezwungen mit den Bewohnerinnen unterhalten konnten, verabschiedeten wir uns.
In unserer abschließenden Reflexionsphase kamen wir übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass unser MUM-Projekt mit Schwerpunkt Lernen durch soziales Engagement ganz neue Erfahrungen ermöglicht hat.
(Tabea Bastian, Klasse 8a; B.K.)