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Klasse 8c

Meisenfutterstelle 
gebaut von der Technikgruppe 7b und 7c

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Autorenlesung zum Frederick-Tag an der Realschule Niefern

Die Stuttgarter Autorin Iris Lemanczyk stellt ihr Buch „Ins Paradies?“ vor

Am vergangenen Donnerstagnachmittag war es wieder so weit: Im Musiksaal der Schule fand die traditionelle Autorenlesung zum Frederick-Tag kurz vor den Herbstferien statt. Teilnehmende Klassen waren die 6a und 7c der Realschule. Frau G. Marx, Deutschlehrerin der beiden Klassen, hatte Iris Lemanczyk eingeladen. Die Autorin stellte ihr neues Buch mit dem Titel „Ins Paradies?“ vor.
Darin geht es um Adnon, einen 13-jährigen tunesischen Jungen, der die gefährliche Flucht über das Mittelmeer nach Europa auf sich nehmen muss, da seine Familie buchstäblich vor dem Nichts steht. Während politischer Demonstrationen wurde sein Vater, der zuvor den Lebensunterhalt als Töpfer verdient hatte, von der Polizei so geprügelt, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die Kopfverletzungen waren so schwer, dass er in deren Folge nur noch stumpfsinnig vor sich hin grinsen kann. Auch die Mutter verliert ihre Arbeitsstelle in einem Hotel, da aufgrund der politischen Unruhen auch die europäischen Touristen ausbleiben. Die Ersparnisse sind bald aufgebraucht. Ein Onkel erklärt sich bereit, mit 1000 € die Flucht vorläufig zu finanzieren. Allerdings ist die Summe nur geliehen und soll zurückgezahlt werden, sobald Adnon in Europa Arbeit gefunden hat und selbst Geld verdient.
Die Flucht vom tunesischen Festland auf die italienische Insel Lampedusa und von dort weiter auf das italienische Festland gestaltet sich allerding wesentlich schwieriger als gedacht und von den Schleppern immer wieder behauptet. In Stuttgart findet Adnons Flucht ein jähes Ende, als er im Zug ohne gültiges Ticket erwischt und von der Polizei abtransportiert wird. Da trennen sich auch die Wege von Adnon und Dura, dem Mädchen, das er bereits zu Beginn seiner Flucht noch in Tunesien kennengelernt hatte. Sie reist unbehelligt weiter nach Köln, wo ein Onkel von ihr wohnt. Dass die beiden sich bis zum Ende des Buches nicht mehr wiedersehen werden, verrät die Autorin der gespannten Zuhörerschaft und sie macht Hoffnung auf einen Fortsetzung, zu der die Schüler viel kreative Ideen beisteuern, welcher Zufall die beiden wieder zusammen führen könnte.
Die Autorin hatte selbst an den entsprechenden, im Buch genannten Schauplätzen recherchiert und auch Fotos von diesen Fluchten mit überfüllten Schlauch- und alten Holzbooten dabei. So entstand ein sehr authentisches Bild von der Problematik dieser jugendlichen Flüchtlinge aus dem nordafrikanischen Raum, die ohne Begleitung reisen.
Die Schüler folgten den Ausführungen sehr interessiert und engagierten sich rege am Gespräch. Zum Vorlesen hatte Frau Lemanczyk dann eher Stellen ausgesucht, bei denen es auch mal was zu lachen gab.
Für Frau Lemanczyk war dies bereits der dritte Besuch an der Realschule Niefern. Heutigen Zehntklässlern ist ihre Lesung aus dem Buch „Ein fremdes Land“ in der 5. bzw. 6. Klasse noch recht präsent. Darin geht es um tibetische Kinder, die von ihren Eltern auf die Flucht über den Himalaya nach Indien geschickt werden, um den Schikanen und Foltermethoden der chinesischen Lehrer zu entfliehen.
Am Ende überreichten die Klassensprecher der beiden Klassen Frau Lemanczyk einen bunten Blumenstrauß und eine flüssige Nieferner Spezialität als Dankeschön.                mx